Welternährungsgipfel
Auf dem Welternährungsgipfel muss endlich beschlossen werden, die Anstrengungen zur Bekämpfung von Mangelernährung massiv zu verbessern und auszuweiten und die lokale Nahrungsmittelproduktion anzukurbeln. Alles andere wäre ein riesiger Fehler“, sagte Stéphane Doyon, Ernährungsexperte von Ärzte ohne Grenzen und Koautor des Berichtes.

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Ärzte ohne Grenzen hat alleine im Jahr 2008 mehr als 300.000 mangelernährte Kinder in 22 Ländern behandelt. Mangelernährung schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko an Lungenentzündung, Durchfallerkrankungen, Malaria, Masern oder Aids zu sterben.
Bundesregierung mit nur geringer finanzieller Hilfe
Der deutsche Beitrag fällt besonders bescheiden aus: Nach Untersuchungen von Ärzte ohne Grenzen hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren durchschnittlich weniger als eine Million Euro im Jahr für die Bekämpfung der Mangelernährung von Kindern ausgegeben. „Wir fordern von der Bundesregierung ein radikales Umdenken. Will man Mangelernährung erfolgreich bekämpfen, müssen Kinder hochwertige Nahrung erhalten und die hat ihren Preis. Das Entwicklungshilfeministerium muss unter Dirk Niebel endlich erkennen, dass es bei der Ernährung von Kindern auch um Qualität und nicht nur um Quantität geht“, sagte Oliver Moldenhauer, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Berlin.